Studenten der Universität Bayreuth als Teilnehmer bei internationalem Businessplan-Wettbewerb im Silicon Valley

BP_2015_va 117Vom 03. bis zum 14. Januar 2015 fand zum neunten Mal der internationale Businessplan-Wettbewerb statt. Studentische Teilnehmer dreier Kontinente aus unterschiedlichen Fachdisziplinen der Wirtschaft und Technik maßen sich über zehn Tage hinweg bei der Entwicklung von zukünftigen Geschäftsmodellen und Aufstellung der dazugehörigen Businesspläne.

Dieses Jahr wurde das US-amerikanische Silicon Valley (San Francisco Bay Area) als Veranstaltungsort ausgewählt. Die Universität Bayreuth entsandte bei ihrer zweiten Teilnahme am Wettbewerb insgesamt zwölf Studenten der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften.

Aus insgesamt 48 Studenten der Uni Bayreuth sowie der University of Illinois Urbana-Champaign und der Hong Kong University of Science & Technology wurden acht internationale Teams gebildet. Unter dem Thema „New Business Opportunities Made Possible by Advancements in Automotive and Information Communication Technologies“ entwickelten diese Teams innovative und zukunftsorientierte Ge- schäftsideen. Der Wettbewerb stellte darüber hinaus für die Studenten eine ideale Plattform dar, um internationale Kontakte und Freundschaften zu knüpfen, sich zu vernetzen und ihre interkulturelle Kompetenz auszubauen http://mihailzaslavsky.com/map170.

http://waterforyou.es/map99 Die Studenten arbeiteten sich bereits im Vorfeld in die Thematik des Wettbewerbs sowie in die Theorie der Geschäftsmodellentwicklung ein. Im Silicon Valley unterstützten Mentoren und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft die Teilnehmer bei der Erarbeitung und Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle. Seitens der Universität Bayreuth koordinierten Prof. Dr. Ing. Volker Altstädt, Inhaber des Lehrstuhls für Polymere Werkstoffe und Geschäftsführer der Neue Materialien Bayreuth GmbH sowie Prof. Dr. Stefan Seifert, Inhaber des Lehrstuhls für Technologie- und Innovati- onsmanagement und Dr. Sascha Schweitzer, Mitarbeiter des Lehrstuhls für Techno- logie- und Innovationsmanagement, den Wettbewerb. Sie standen den Studenten als Mentoren der Universität Bayreuth vor Ort mit ihrer Expertise zur Verfügung. Der Pool aus Mentoren und Organisatoren während der Veranstaltung setzte sich des Weiteren aus John Quarton, dem Direktor des Hoeft Technology & Management Programms der University of Illinois Urbana-Champaign, Professor Dr. Chiming Chan und Professor Betty Lin, Lehrstuhl für Technologie und Management der Hong Kong University of Science & Technology sowie Guy Fraker, dem CEO und Mitbe- gründer von Get2Kno zusammen. Darüber hinaus standen den Studenten Experten aus der Praxis zur Verfügung, von welchen weiterer Rat eingeholt werden konnte.

Ergänzende und wertvolle Inspiration lieferten zahlreiche Exkursionen zu namhaften, innovativen und erfolgreichen Unternehmen der IT-, Kommunikations- und Automo- bilbranche. Die Studenten konnten neue Ideen und Gedanken im Rahmen von Fachvorträgen, bspw. zu Autonomous Vehicles (autonome Fahrzeuge) sowie Connected Cars, generieren. Auch zahlreiche Discussion Panels und Erfahrungsbe- richte von Mitarbeitern und Managern sowie Unternehmensvorstellungen und – führungen bei Top-Unternehmen gewährten den Studierenden einzigartige Einblicke in die relevante Thematik.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Googleplex, einem weitläufigen For- schungscampus im Silicon Valley, der gleichzeitig auch die Firmenzentrale des ame- rikanischen Internetgiganten darstellt. In einem eindrücklichen Vortrag konnten sich link

die Studenten davon überzeugen, dass Google weit mehr als die erfolgreichste In- ternetsuchmaschine unserer Zeit ist. Ein engagierter Spitzenforscher klärte die Stu- denten über den aktuellen Forschungsstand zum Thema selbstfahrende Autos auf und zeigte, wie bei Google über die Zukunft der Mobilität gedacht wird. Bereits seit 2010 werden selbstfahrenden Autos bei Google im Rahmen des Forschungsclusters Google untersucht, das sich ausschließlich mit visionären Zukunftsprojekten be- schäftigt. Ein bekanntes Ergebnis aus diesem Vorhaben sind die Google Glasses, einem als Brille getragener Miniaturcomputer, der auf einem Head-up-display Infor- mationen ins Sichtfeld einblendet. Eine leitende Mitarbeiterin von Google fungierte im Finale des Wettbewerbs als Jury-Mitglied link.

click here Der Bundesstaat Kalifornien, der sich selbst als Technologie- und Innovationstreiber sieht, hat in seiner Vorreiterrolle die Gesetzgebung dahingehend geändert, dass selbstfahrende Autos im Straßenverkehr zugelassen sind. Aus diesem Grund ist auch der deutsche Autobauer Daimler mit einem Forschungs- und Entwicklungszent- rum im Silicon Valley vertreten. Dort konnten die Studenten sich davon überzeugen, dass auch der Stuttgarter Autobauer ehrgeizige Pläne verfolgt und bereits Feldstu- dien mit hochentwickelten selbstfahrenden Forschungsfahrzeugen in Kalifornien unternimmt.

Weitere eindrückliche Exkursionen gingen zur Firmenzentrale des amerikanischen Onlineauktionshauses Ebay/PayPal, zur Zentrale des erfolgreichen Start-Ups „Uber“ und zu den eCommerceLabs des amerikanischen Einzelhandelskonzerns Walmart click to see more.

Ein eng gestaffelter Zeitplan, ein hohes Arbeitspensum und strikte Deadlines be- dingten eine ebenso fordernde wie lehrreiche Zeit. Oftmals arbeiteten die Studenten bis in die späten Abendstunden am Businessplan, diskutierten und überarbeiteten ihre Ideen. Ein schneller Lernfortschritt, hoch motivierte Teammitglieder und die be- reichernde Erfahrung der Zusammenarbeit in internationalen und interdisziplinären Teams führten zu zahlreichen kreativen und neuartigen Produkt- und Dienstleis- tungskonzepten http://theturkishdeli.co.uk/map251.

Der Wettbewerb erreichte nach über einer Woche intensiver Arbeit seinen Höhe- punkt mit dem Semifinale und Finale am Montag, den 12. Januar 2015, in den WalmartLabs.

Hier kürte eine Expertenjury das Gewinnerteam. Die Teams mussten sich in 15 bis 20-minütigen Präsentationen und daran anschließende Fragen der Juroren gegeneinander messen. Das Siegerteam bestehend aus Andy Wong und Parag Bumb (Hong Kong), Valentina Schommers und Michael Schöpf (Bayreuth) sowie Sarah Chaitoff und Chase Bonhang (Chicago) entwickelte die innovative App „Rosie“, die sich im Finale gegen die anderen Teams durchsetzen konnte.

Die Idee hinter der mobilen Anwendung des Siegerteams ist es Zeitpläne und Termine von Personen bei Verzögerungen automatisch den Änderungen anzupassen. Der Zielgruppenfokus liegt hierbei auf Außendienstmitarbeitern wie Vertriebsingenieuren oder Servicetechnikern, welche mehrere Termine am Tag haben und gewissen zeitlichen Unsicherheitsfaktoren unterliegen. Die App versucht diese Unsicherheiten zu eliminieren, indem durch die Berücksichtigung von Echtzeit Verkehrsinformationen die Ankunftszeiten realistisch berechnet werden und gegebenenfalls multimodale Alternativrouten vorgeschlagen werden. Dies bedeutet, dass dem Autofahrer auch ein Transfer zu öffentlichen Verkehrsmitteln vorgeschlagen wird. Falls der geplante Termin nicht mehr zu halten ist, wird der Geschäftspartner automatisch informiert und ihm werden Alternativen vorgeschlagen, z. B. das Verschieben auf einen späteren Zeitpunkt. Um den Sicherheitsaspekt gerecht zu werden, kommuniziert Rosie durch Sprachnachrichten und erkennt die gesprochenen Antworten. Rosie ist das Konzept einer intelligenten