Werkstoff-Offensive – Newsletter der
Fördervereinigung Neue Materialien
Produkt- und Prozessinnovationen:im Verbund zu signifikanten Fortschritten
Mit hohem Innovationstempo steigern neue Märkte und Technologien die Anforderungen an die Lösungskompetenz unserer Ingenieure.
Neue Werkstoffe und Verfahren, die Informationstechnik und ein Wertewandel bei den Kundenerwartungen erweitern jedoch auch die Gestaltungs - und Entfaltungsmöglichkeiten der Ingenieure.
Die Konstruktion ist die Königsdisziplin des Ingenieurs. Die Produktion ist die technische Dienstleistung am König Kunde.
Nicht überall in den Unternehmen werden Konstruktion und Produktion als ein Miteinander gelebt – allzu oft ist es ein Nacheinander (oder gar ein Gegeneinander?). Dabei ermöglicht gerade ein synergetischer Verbund aus beiden Aufgabenfeldern besondere Innovationen im industriellen Wertschöpfungsprozess.
An den Lehrstühlen der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaft (FAN) der Universität Bayreuth – mit deren bewusst interdisziplinär angelegter Ausrichtung – ist ein solcher Verbund von Produkt- und Prozessinnovation Kerngedanke zahlreicher Auftragsforschuund Prozessinnovation Kerngedanke zahlreicher Auftragsforschuund Prozessinnovation Kerngedanke zahlreicher Auftragsforschungs- und Entwicklungsprojekte.
Ein typisches Beispiel ist die aktuell gestartete Entwicklung konfektionierbarer Sportradrahmen aus Carbon-Faserverbundwerkstoffen.
Ziel dieses Kooperationsprojekts mit dem Unternehmen ax-lightness ist es, Sportradrahmen aus Carbon-Faserverbundwerkstoffen auf Maß herzustellen. Die Herausforderungen in der Entwicklung liegen darin, dass speziell auf die Anforderungen und Anatomie des Kunden jeder Rahmen ein Unikat darstellen wird, welches unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten am Standort in der Region produzierbar sein muss. Ein Einsatzgebiet neben dem Leistungssport ist im Bereich des Behindertensports, wo leichte und spezifische Sportgeräte den Sportlern erst die Ausübung der Sportart ermöglichen.
Im Rahmen des zweijährigen Projektes werden unterschiedliche Fertigungsverfahren entwickelt, erprobt und umgesetzt.
Es ergeben sich Fragestellungen hinsichtlich Erfassung der Anatomiedaten sowie Rahmenkonstruktion und Dimensionierung der Hochleistungslaminate, für welche entsprechende Lösungskonzepte erarbeitet werden. Dazu werden moderne CAD/CAM Lösungen und Berechnungen am Lehrstuhl für Umweltgerechte Produktionstechnik und bei der Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation der Universität Bayreuth eingesetzt.
Eine weitere produktionstechnische Herausforderung besteht in der Entwicklung der Werkzeuge für das Laminieren der variablen Fahrradrahmen-Geometrie. Da die Herstellung von Carbon-Bauteilen sehr teure Formen benötigt, werden Fahrradrahmen bisher nur in Standardgrößen angeboten. Um einen Rahmen auch konfektionierbar zu fertigen, sind hier neue und modulare Konzepte zu entwickeln, die es technisch und wirtschaftlich ermöglichen, Carbon-Fahrradrahmen in Losgröße eins herzustellen. Neben den herkömmlichen Möglichkeiten in der Formenherstellung wird die Nutzung von neuen Technologien, beispielsweise die des Rapid Prototypings, im Projekt eine wichtige Rolle spielen.

Prof. Dr.-Ing. Rolf Steinhilper
Bayreuther Forscher arbeiten mit dem Wundermaterial Graphen
Lehrstuhl Polymere Werkstoffe der Universität Bayreuth ist an Verbundprojekt beteiligt
Seit
kurzem ist Graphen ein heiß diskutiertes Thema. Denn seit Anfang
Oktober ist bekannt, dass der diesjährige Nobelpreis für Physik an zwei
Forscher geht, die das „Wundermaterial“ entdeckt haben. In
Forscherkreisen ist Graphen schon länger bekannt und weckt großes
Interesse: Denn es besitzt einzigartige Eigenschaften hinsichtlich
Leitfähigkeit und Festigkeit. Deshalb ist Graphen sowohl als
Reinmaterial, als auch als Nano-Additiv für Kunststoffe von großem
Interesse.
Mit einem Projekt zur „Entwicklung von funktionalisierten Graphenen als neuen ultradünnen großflächigen molekularen 2D-Kohlenstoff-nanomaterialien für innovative polymere Werkstoffe und Schicht-systeme mit unkonventionellen Eigenschaftsprofilen“ wurde in diesem Jahr ein WING-Antrag („Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft“) im Rahmen des Bundesministerium für Bildung und Forschung beantragt.
Der Lehrstuhl Polymere Werkstoffe an der Universität Bayreuth unter Leitung von Professor Dr. Volker Altstädt ist an diesem Entwicklungsvorhaben beteiligt, das ein Verbundprojekt mit dem Freiburger Materialforschungszentrum (FMF) unter Leitung von Professor Dr. Mühlhaupt, der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) unter Leitung von Dr. habil. Bernhard Schartel und dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) unter Leitung von Dr. Andreas Kailer darstellt. Auch zahlreiche Industrieunter-nehmen beteiligen sich an dem Projekt. Damit soll gewährleistet werden, dass Unternehmen sich frühzeitig über die Chancen der Graphenchemie zu informieren können. Auch können daraus weitere anwendungsorientierte Forschungskooperationen entstehen.
Der Bayreuther Lehrstuhl beschäftigt sich speziell mit der Ein-arbeitung von modifizierten Graphenen und der Erarbeitung grundlegender Zusammenhänge zwischen Struktur und Eigenschaften. So könnten Graphene in polymeren Schäumen als Additive interessante Eigenschaftsverbesserungen hinsichtlich der Dämmung ergeben. „Aber auch zur Herstellung leitfähiger Polymere könnte man sich das Additiv vorstellen“, so Professor Dr. Altstädt. Beide Bereiche zählen seit Jahren zu den Kernkompetenzen des Lehrstuhls und können nun mit einem neuen, innovativen Additiv erweitert werden.
Hintergrund:
Der Nobelpreis für Physik ging in diesem Jahr an die
Entdecker des Materials Graphen. Der Niederländer Andre Geim und der
britisch-russische Physiker Konstantin Novoselov teilen sich die höchste
Auszeichnung für Physiker. Das Material Graphen besteht aus nur einer
Lage von Kohlenstoffatomen und ist superdünn: Ein Millimeter Graphit
enthält drei Millionen Schichten Graphen. Geim und Novoselov haben
entdeckt, dass Kohlenstoff in dieser dünnen Form außergewöhnliche
Eigenschaften hat, die aus der Quantenphysik herrühren. Geim (51) und
Novoselov (36) arbeiten derzeit an der britischen Universität
Manchester.
Kontakt:
Lehrstuhl Polymere Werkstoffe
der Universität Bayreuth
Professor Dr. Volker Altstädt
Universitätsstraße 30
95447 Bayreuth
Tel. 0921 / 55-7470
Fax 0921 / 55-7473
E-mail: Altstaedt@uni-bayreuth.de
Prof. Dr.-Ing. Vasily Ploshikhin
12/2009 - heute
Inhaber der Airbus Stiftungsprofessur für Integrative Simulation und
Engineering von Materialien und Prozessen Universität Bremen
02/2001 - heute Bereichsleiter Metallische Werkstoffe und Prozesse Neue Materialien Bayreuth GmbH (ab 15.12.2009 im Rahmen einer Nebenbeschäftigung)
05/1998 – 01/2001 Wissenschaftlicher Mitarbeiter Lehrstuhl Metallische Werkstoffe Universität Bayreuth
08/1995 - 04/1998 Promotion Lehrstuhl für Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaften II Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
04/1990 - 07/1995 Wissenschaftlicher Assistent Fakultät für Technologie und Materialforschung Technische Universität St. Petersburg, Russland
09/1984 - 03/1990 Studium des Ingenieurwesens und Materialwissenschaften Fakultät für Technologie und Materialforschung Technische Universität St. Petersburg, Russland
Fachbuch „Thermoplast-Schaumspritzgießen“
Bayreuth
im Oktober 2010. Das Thermoplast-Schaumspritzgießen eröffnet eine
Vielzahl neuer Möglichkeiten, die mit üblichen Spritzgießtechniken
bisher nicht genutzt werden konnten. Damit können neue Märkte für
innovative Produktformgebungen, insbesondere im Bereich dünnwandiger
Bauteile, erschlossen werden. Vorteilhaft sind kürzere Zykluszeiten,
verringerte Bauteilgewichte oder niedrigere Werkzeuginnendrücke. Auch
hinsichtlich der erzielbaren Qualität führt das Verfahren zu enormen
Verbesserungen gegenüber herkömmlichen Verfahren – Verzug von Bauteilen,
Einfallstellen und innere Spannungen treten nur noch in sehr geringem
Maß auf. Dies ist besonderes günstig in Kombination mit
kurzglasfaserverstärkten Materialien.
Zu diesem wichtigen Verfahren ist im renommierten Hanser-Verlag unter den Herausgebern Volker Altstädt und Axel Mantey das Grundlagenwerk „Thermoplast-Schaumspritzgießen“ erschienen. Es bietet dem Leser einen umfassenden Überblick über Verfahren, Materialien, Maschinen und Anwendungen, mit dem Ziel, diese Technologie für den Anwender verständlich zu machen und einen erfolgreichen und gewinnbringenden Einsatz zu ermöglichen.
Entstanden ist das Fachbuch im Rahmen eines von der High-Tech-Offensive Bayern geförderten Leitprojekts an der Neue Materialien Bayreuth GmbH unter Beteiligung u.a. der Rehau AG & Co. und der Valeo Klimasysteme GmbH.
Prof. Dr.-Ing. Volker Altstädt
Geschäftsführer Neue Materialien Bayreuth GmbH
Inhaber des Lehrstuhls für Polymere Werkstoffe / Universität Bayreuth
Neue Anlage zur Generativen Fertigung im Technikum bei NMB
Bayreuth im Oktober 2010. Die Zusammenarbeit der Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB) mit der Handwerkskammer für Oberfranken im Bereich der Generativen Fertigung hat weitere Früchte getragen: Seit Mitte September 2010 verfügt NMB über eine M3 linear-Anlage der Fa. CONCEPT Laser GmbH, die im Arbeitsgebiet „Additive Manufacturing“ ein-gesetzt wird. Nach diesem erfolgreichen Schritt planen NMB und die Handwerkskammer ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Generativen Fertigung zu intensivieren.
Die NMB von der Handwerkskammer zur Nutzung zur Verfügung gestellte Anlage ermöglicht den Einsatz von drei Lasertechnologien: LaserCUSING®, 3D-Laserabtragen sowie Laser¬beschriften. Mit der LaserCUSING® Technologie können in einem Bauraum von 300 x 350 x 300 mm Bauteile aus Metallpulver generativ (d.h. Schicht für Schicht) hergestellt werden. Durch das komplette Aufschmelzen des Metallpulvers wird eine nahezu 100-prozentige Dichte erreicht. Diese Technologie ist vor allem für Rapid Prototyping, also für schnelle Herstellung von Modellen und Prototypen gedacht. Insbesondere ist LaserCUSING® für die Fertigung von Bauteilen mit komplexer Geometrie (beispielsweise Werkzeuge oder Werkzeugeinsätze mit konturnahen Heiz-/Kühlkanälen) attraktiv und findet dort Einsatz, wo konventionelle Fertigungsverfahren an ihre Grenzen kommen, z. B. bei Hinterschneidungen.
Die Anlage wird im Rahmen von Forschungs- & Entwicklungsprojekten eingesetzt; sie steht aber gleichermaßen auch für externe Dienstleistungen zur Verfügung.
Ansprechpartner zur Generativen Fertigung ist Herr Dr.-Ing. Yegor Rudnik.
Neue Materialien Bayreuth GmbH
Dr.-Ing. Yegor Rudnik
Gottlieb-Keim-Str. 60
95448 Bayreuth
Telefon: +49 (0)921 507 36 - 144 (Sekretariat, DW 100)
Telefax: +49 (0)921 507 36 - 199
E-Mail: yegor.rudnik@nmbgmbh.de
Internet: http://www.nmbgmbh.de/
Neue Wasserstrahl-Schneideanlage im Technikum bei NMB
Bayreuth, 07. Oktober 2010 - Universell, schnell und leistungsstark ist die neue Wasser-strahlschneidanlage der Neue Materialien Bayreuth GmbH. In erster Linie dient die Anlage mit einer Arbeitsfläche von 1.300 x 1.300 mm² zur Präparation von Probekörpern aus den verschiedensten Materialien sowie zur Bearbeitung von Komponenten für den Vorrichtungs-bau im Rahmen unserer Forschungsarbeiten. Diese hochmoderne Anlage zur Trenntechnik steht aber auch für Industriekunden im Rahmen einer Dienstleistung der Neue Materialien Bayreuth GmbH zur Verfügung.
Da FLOW MACH2 über einen maximalen Schneidstrahldruck von 3.800 bar verfügt und der Einsatz von Abrasivstoffen möglich ist, können nahezu alle Werkstoffe -vom Kunststoff-schaum bis zum höchstfesten Stahl- geschnitten werden. Zudem besitzt die Anlage eine Gravierfunktion, die eine direkte Probekörperbeschriftung ermöglicht. Die integrierte Anbohr-hilfe „UltraPierce“ verhindert das Verlaufen des Schneidstrahls am Startpunkt der Schnittli-nie. Dies führt -insbesondere beim Bearbeiten von Faserverbundbauteilen- zu perfekten Schneidergebnissen mit einer Genauigkeit von +/- 0,1 mm/m und einer Reproduzierbarkeit von 0,8 mm. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für November 2010 avisiert.
Ansprechpartner zum Thema FLOW MACH2 ist Herr Dipl.-Ing. Christian Traßl.
Neue Materialien Bayreuth GmbH
Dipl.-Ing. Christian Traßl
Gottlieb-Keim-Str. 60
95448 Bayreuth
Telefon: +49 (0)921 507 36 - 118 (Sekretariat, DW 100)
Telefax: +49 (0)921 507 36 - 199
E-Mail: christian.trassl@nmbgmbh.de
Internet: http://www.nmbgmbh.de/
Neue 2K-Spritzgießmaschine mit Wendeplattentechnik im Technikum bei NMB
Bayreuth, 23. September 2010. Eine hochmoderne 2K-Spritzgießmaschine Typ Engel DUO 1350H/ 1350M/ 450 Combi mit vertikaler Wendeplatte für die Verarbeitung von Hochtemperatur-Thermoplasten ergänzt ab Mitte Oktober 2010 den Anlagenpark der Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB). Die Maschine verfügt über zahlreiche Ausstattungsmerkmale, die einen Einsatz in einem breiten Spektrum der Kunststofftechnik ermöglichen. So kann die Spritzgießmaschine sowohl als 1K- als auch als 2K-Anlage zum Schaumspritzgießen, Spritzprägen sowie für Variotherm®-fähige Werkzeuge genutzt werden.
Das Grundkonzept der Wendeplattenmaschine basiert auf einem verfahrbaren Drehtisch mit senkrechter Mittelplatte und gegenüber angeordneten Spritzeinheiten. Der 2K-Betrieb mit parallelem Einspritzen ermöglicht die Herstellung eines 2K-Spritzgussteils in einem einzigen Zyklus. Hierbei wird zunächst die erste Komponente auf der linken Seite vorgespritzt und danach die Wendeplatte mit dem Vorspritzling um 180° gedreht. Im Anschluss wird der Vorspritzling auf der rechten Seite mit der zweiten Komponente fertig gespritzt. Parallel dazu kann auf der linken Seite wieder die erste Komponente vorgespritzt werden. Fertige Bauteile können über ein Linearsystem vollautomatisch entnommen werden.
Die beiden Spritzeinheiten mit einem Schneckendurchmesser von je 60 mm sind für die Verarbeitung von Hochtemperatur-Thermoplasten bis 450 °C ausgelegt. Durch die Ausrüstung eines der beiden Aggregate mit der MuCell®-Technologie wird Schaumspritzgießen mit physikalischen Treibmitteln möglich. Für das Spritzprägen sowie Schäumen mit atmendem Werkzeug verfügt die Anlage über eine hydromechanische Schließeinheit für parallelitätsgeregelte Werkzeugbewegungen mit einer Schließkraft von 450 t. Des Weiteren besteht die Option, die Maschine über einen speziellen Auswerferdummy auch mit konventionellen 1K-Werkzeugen zu nutzen.
Stammwerkzeug der neuen 2K-Spritzgießmaschine ist ein 2K-Plattenwerkzeug (Abmessungen 400 x 200 mm²), das durch einen speziellen Schalenaufbau auch Variotherm® betrieben werden kann. Um diese Technologie effizient nutzen zu können, ermöglicht eine zusätzliche Peripherie eine variotherme Werkzeugtemperierung.
Die Experten von NMB setzen die 2K-Spritzgießmaschine primär im Rahmen des Forschungsvorhabens „Hotmold for elastic foams“ ein, bei dem die Entwicklung von Hart-Weich-Bauteilen auf Basis geschäumter thermoplastischer Elastomere im Fokus steht. Die Anlage steht aber auch für weitere mögliche F+E-Projekte sowie für externe Werkzeugabmusterungen zur Verfügung.
Ansprechpartner zum Thema 2K-Spritzgießmaschine des Herstellers Engel ist der Leiter des Geschäftsbereichs Kunststoffe, Herr Dr. Spörrer.
Neue Materialien Bayreuth GmbH
Dr.-Ing. Andreas Spörrer
Bereichsleiter Kunststoffe
Gottlieb-Keim-Str. 60
95448 Bayreuth
Telefon: +49 (0)921 507 36 - 331 (Sekretariat, DW 100)
Telefax: +49 (0)921 507 36 - 199
E-Mail: andreas.spoerrer@nmbgmbh.de
Internet: http://www.nmbgmbh.de/
Messeauftritt der Neue Materialien Bayreuth GmbH auf der K2010
Bayreuth
im November 2010. Die Neue Materialien Bayreuth GmbH (NMB) präsentierte
sich auf der K2010, der weltgrößten Kunststoffmesse, die vom 27.10 –
03.11. in Düsseldorf stattfand.
Highlight des diesjährigen Messeauftritts von NMB war die Vorstellung eines neuartigen Heiz- und Kühlkonzepts für Spritzgießwerkzeuge für die Fertigung von optisch hochwertigen Kunststoff-Bauteilen. Mit dieser so genannten Variotherm-Technologie ist es möglich, die Kavität des Spritzgießwerkzeugs wechselwarm zu betreiben. Auf diese Weise können hochwertige Oberflächen mit Hochglanz oder Transparenz (Kunststoffverscheibung, Optische Teile) zyklusneutral gefertigt werden. Der Einsatz von variothermen Spritzgießwerkzeugen ist auch für die Fertigung von faserverstärkten oder geschäumten Bauteilen möglich. Insbesondere beim Schaumspritzgießen können mit diesem Konzept sowohl eine Hochglanzoberfläche als auch gleichzeitig eine sehr hohe Dichtereduktion bis zu 150 g/l beim geschäumten Bauteil erzielt werden.
Das Variotherm-Heiz- und Kühlkonzept umfasst die Kombination aus elektrischer Erwärmung und fluidischer Abkühlung. Dabei wird die Kavität vor dem Einspritzen des Kunststoffs durch Widerstandsheizelemente auf eine Temperatur von bis zu 300 °C erhitzt und anschließend durch fluidische Temperierung auf eine Entformungstemperatur von z. B. 50 °C abgekühlt. Die elektrische Werkzeugtemperierung ermöglicht nicht nur deutlich höhere Kavitätstemperaturen gegenüber einer rein fluidischen Temperierung, sondern auch eine deutlich präzisere Temperaturregelung. Die erforderliche konturnahe Einbringung der Widerstandsheizung und der Kühlkanäle wurde durch eine Kombination von LaserCusing und Galvanik erreicht und erlaubt hohe Heiz- und Kühlraten bis zu 10 K/s.
Neben diesem werkzeugbaulichen Thema präsentierte NMB seine Kompetenzen als F+E Dienstleister im Bereich des Leichtbaus mit Kunststoffen. Hierzu zählen Aktivitäten im Bereich Partikelschäume (EPP, EPS), Spritzgießsonderverfahren (TSG, LFT, 2K, etc.) sowie thermoplastischer Faserverbundwerkstoffe. Das Leistungsportfolio von NMB wird durch Dienstleistungen im Bereich der Werkstoff- und Bauteilprüfung (mechanisch, thermisch, rheologisch, Strukturaufklärung) abgerundet.
Der Messeauftritt von NMB erfolgte zusammen mit der Neue Materialien
Fürth GmbH auf dem Gemeinschaftsstand von der Bayern Innovativ GmbH.
Das Bild zeigt Mitarbeiter von NMB auf dem Gemeinschaftsstand in der Düsseldorfer Messehalle.
Dipl.-Ing. Mathias Mühlbauer (links) und Dirk Pessler auf dem Messestand zur K2010
Ansprechpartner:
Neue Materialien Bayreuth GmbH
Dr.-Ing. Andreas Spörrer
Bereichsleiter Kunststoffe
Telefon: 0921 507 36 - 331 (Sekretariat, DW 100)
E-Mail: andreas.spoerrer@nmbgmbh.de
Internet: www.nmbgmbh.de
In der (Wissenschafts-) Liga ganz oben: Die Neuen Materialien
Grußwort des Universitätspräsidenten Prof. Dr. Rüdiger Bormann
Ein Team braucht Kompetenz, Strategie und Kondition, es braucht gute Spieler und es braucht nicht zuletzt engagierte Förderer: Das ist im Sport so - und an der Nahtstelle von Wissenschaft und Wirtschaft nicht anders.
Seit Jahren arbeitet ein ausgesprochen erfolgreiches Team, das von der Universität Bayreuth nachhaltig unterstützt wird, am Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern mit seinen Standorten Bayreuth und Fürth. Dort treffen sich Wissenschaft und Wirtschaft, dort finden Fachrichtungen zu fruchtbaren Synergien zusammen. Dort herrscht konstruktives Klima, dort werden Trends gemacht und Chancen ergriffen. Sportlich formuliert: Das Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern spielt in der Champions League und sorgt mit dafür, dass die Werkstoffregion Oberfranken schon lange nicht mehr in der Regionalliga spielt.
Die Fördervereinigung für das Kompetenzzentrum Neue Materialien Nordbayern hat in der Vergangenheit - insbesondere für den Standort Bayreuth - maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Es gilt dem Nachwuchs in den Werkstoffwissenschaften bestmögliche Voraussetzungen zu ermöglichen. Und es ist nötig Rahmenbedingungen zu schaffen, die Firmengründungen und Ansiedlungen attraktiv machen.
Die Arbeit des Kompetenzzentrums Neue Materialien Nordbayern mit seinen Gesellschaften und ihrer Fördervereinigung bringt der gesamten Region Oberfranken hohen Nutzen. Das ist der Grund, warum ich die Fördervereinigung unterstütze und auch Sie bitten möchte, das Werkstoff-Team zu fördern.
Professor Dr. Rüdiger Bormann, Präsident der Universität Bayreuth
Links zu Forschungsnachrichten
Wohlgeordnete Goldpartikel – eine solide Basis für neue Erkenntnisse über Molekülstrukturen
http://www.uni-bayreuth.de/blick-in-die-forschung/26-2010.pdf
Durch Algorithmen zum Unternehmenserfolg: Bayreuther Wirtschaftsmathematiker kooperieren mit bayerischem Unternehmen
http://www.uni-bayreuth.de/blick-in-die-forschung/25-2010.pdf
Wie Mensch und Roboter zusammenarbeiten können: Bayreuther Informatiker entwickeln neuen Ansatz zur Intentionserkennung
http://www.uni-bayreuth.de/blick-in-die-forschung/23-2010.pdf
Was junge Unternehmensgründer antreibt: Eine internationale Studie zu kulturellen Unterschieden
http://www.uni-bayreuth.de/blick-in-die-forschung/22-2010.pdf
Neues Verfahren zum Recycling von Fluorpolymeren. Das Ziel: eine Pilotanlage für die industrielle Wiederverwertung
http://www.uni-bayreuth.de/blick-in-die-forschung/21-2010.pdf
Zweidimensionale Nanostrukturen durch Selbstorganisation. Internationale Forschungsgruppe berichtet in "Science"
http://www.uni-bayreuth.de/blick-in-die-forschung/19-2010.pdf
Zweidimensionale Nanostrukturen durch Selbstorganisation.
Internationale Forschungsgruppe berichtet in "Science".
Hier geht es zu weiteren Informationen:
http://www.uni-bayreuth.de/blick-in-die-forschung/19-2010.pdf
Hochtemperaturlegierungen und Lasermetallurgie
Referent: Prof. Dr.-Ing. Uwe Glatzel, Lst. Metallische Werkstoffe, Universität Bayreuth
Metallische Werkstoffe sind seit Jahrtausenden für die technische Entwicklung der Menschheit bestimmend.
Wichtige Stoßrichtungen der Forschung sind z.B. Leichtbau (Legierungen
auf Basis von Aluminium, Magnesium und Titan) und hohe
Temperaturbelastung (Nickel- und Platin-Basis) mit dem Ziel der
Steigerung der Effizienz von Fahr-, und Flugzeugen sowie von
Wärmekraftmaschinen zur Fortbewegung oder Stromerzeugung. Hinzu kommt
ein optimierter, immer komplexer werdender Materialmix. Dieser
Materialmix stellt sehr hohe Anforderung an Fügetechnologien (z.B.
Stahl-Aluminium oder Magnesium-Aluminium).
Folgende aktuelle Forschungsthemen werden näher vorgestellt:
Legierungsentwicklungen von Pt- und Ni-Basislegierungen. Hier wurde eine
Leichte Einkristallegierung (LEK94) auf Nickelbasis entwickelt,
patentiert und zur Einsatzreife gebracht. Diese Legierung wird als
Werkstoff für einkristalline Schaufeln im GP 7000 Triebwerksreihe für
den Airbus A 380 eingesetzt. Auf Platinbasis wurden Legierungen
entwickelt, die in Bezug auf Duktilität bei Raumtemperatur, Oxidations-
und Kriechbeständigkeit bei Temperaturen zwischen 1100°C und 1300°C
unerreichte Eigenschaften besitzen.
In der Lasermetallurgie werden Beschichtungen und Fügeverfahren
entwickelt. Dies beinhaltet Laserauftragsschichten die einem erhöhten
Korrosionsangriff und Reibverschleiß stand halten können, ebenso wie
Stahl-Aluminium Schweiß-Lötverbindungen. Projekte zum Thema
Werkstoffprüfung und –analytik sowie Modellierung und Simulation runden
die Vorstellung ab.
Abschließend wird ein Ausblick auf die materialwissenschaftlichen Aktivitäten der Universität Bayreuth und Kooperationsmöglichkeiten (gebündelt im Bayreuther Materialzentrum, BayMAT) gegeben.
Der Referent studierte an der Universität in Tübingen und Universität Oregon State/USA. Nach einer Professur an der Universität Jena und als Privatdozent an der TU-Berlin folgte der Ruf als Professor an die Universität Bayreuth. Durch seine Mitgliedschaften und seine Sprecher- und Gutachtertätigkeiten in zahlreichen nationalen und internationalen Fachgremien sowie seine Erfahrungen aus vielen Forschungsprojekten gilt er als ausgewiesener und anerkannter Experte der Werkstoffwissenschaften. Der Referent ist Träger des Gerhard-Heiss-Preises.
Er steht Ihnen nach dem Vortrag für Fragen gerne zur Verfügung.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wir bitten aber aus organisatorischen Gründen um eine formlose Anmeldung - gerne per E-Mail.
Der Vortrag, der vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert wird, findet im Kompetenzzentrum Neue Materialien, Gottlieb-Keim-Str. 60, 95448 Bayreuth-Wolfsbach statt. Siehe Anfahrtsbeschreibung (Der Ausschilderung "Neue Materialien" folgen).
Wir freuen uns, Sie am 07. Dezember um 18:30 Uhr bei uns begrüßen zu dürfen.
Weitere Informationen:
Kompetenzzentrum Neue VDI-Bezirksgruppe Bayreuth
Materialien Nordbayern GmbH Dr. Wolfgang Grond
Geschäftsführung Lohfeld 20
Stefan Kollböck 95326 Kulmbach
Tel.: +49 (09 21) 507 36 0 09221/6919131
E-Mail: stefan.kollboeck@nmngmbh.de E-Mail: grond@numberland.de
Die FAN erfüllt höchste Qualitätsansprüche
Fakultätentag verleiht den Bayreuther Ingenieurwissenschaftlern das Gütesiegel
Bayreuth (UBT). Der Fakultätentag für Maschinenbau und Verfahrenstechnik (FTMV) hat der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften (FAN) der Universi-tät Bayreuth das FTMV-Gütesiegel zuer-kannt. Anlässlich der 59. Plenarver-sammlung, die jetzt an der Universität Bayreuth stattfand, überreichten FTMV-Vorsitzender Professor Dr.-Ing. Norbert Müller und Professor Dr.-Ing. Manfred J. Hampe, Vorsitzender der Strategie- und Studienkommission, die Auszeichnung an den Dekan der Fakultät für Ange-wandte Naturwissenschaften, Professor Dr.-Ing. Dieter Brüggemann, sowie an den FAN-Studiendekan und FTMV-Delegierten, Professor Dr.-Ing. Frank Rieg.
Professor Dr.-Ing. Müller wies bei der Ver-leihung darauf hin, dass das vor zwei Jah-ren erstmals vergebene Gütesiegel bereits deutliche Wirkung zeigt. Mehr als 20 ingeni-eurwissenschaftliche Fakultäten haben sich inzwischen der freiwilligen Prüfung des FTMV unterzogen und erfüllen dessen Qua-litätsansprüche in Forschung, Lehre und Organisation. „Einige von ihnen nutzen das Siegel als Marketinginstrument“, berichtete der FTMV-Vorsitzende. Bei anderen, die das Siegel noch anstreben, hat es Eingang in die Zielvereinbarungen gefunden oder dient als Motivationsanreiz.
Bei der Plenarversammlung in Bayreuth er-hielten Vertreter von drei Fakultäten die Ur-kunde und das Recht, im Zeitraum 2010 bis 2013 das FTMV-Gütesiegel nutzen zu dür-fen. Neben der FAN der Universität Bay-reuth sind dies die TU Dresden und die TU Ilmenau. Demnächst werden die TU Kai-serslautern und die Universität Paderborn das Gütesiegel in Empfang nehmen.
Diese Auszeichnung erhalten nur Fakultä-ten, die die in Deutschland hohen Stan-dards der ingenieurwissenschaftlichen For-schung und Lehre erfüllen. „Das Gütesiegel ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass unse-re FAN im Kreis der meist viel größeren Fa-kultäten technischer Universitäten mithalten kann“, erklärten Dekan Professor Dr.-Ing. Dieter Brüggemann und Studiendekan Pro-fessor Dr.-Ing. Frank Rieg. „Ingenieurwis-senschaftlich interessierte Studenten und Studentinnen wissen, dass sie mit Bayreuth eine sehr gute Wahl treffen.“
Hintergrund:
Der Fakultätentag für Maschinenbau und Verfahrenstechnik ist eine Vereinigung von Fakultäten, Fachbereichen oder Abteilun-gen für Maschinenbau oder Verfahrens-technik der Universitäten, Technischen Uni-versitäten und Technischen Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland. In ihm sind nahezu sämtliche deutsche Universitä-ten vertreten, die Ingenieure ausbilden.
Zweck des Vereins ist die Wahrnehmung gemeinsamer Interessen der Mitgliedsfakul-täten in Angelegenheiten von Lehre, For-schung und akademischer Selbstverwaltung sowie in den die Mitgliedsfakultäten betref-fenden hochschulpolitischen Fragen. Dies geschieht durch gegenseitige Information, durch Beratung und Verabschiedung von Entschließungen und Empfehlungen sowie durch Vertretung gemeinsamer Belange gegenüber Dritten. Dazu diente jetzt auch die Plenarversammlung an der Universität Bayreuth.
Die Mitgliedschaft im FTMV erfordert eine angemessene personelle und materielle Ausstattung zur forschungsorientierten Ausbildung im Bereich des Maschinenbaus und der Verfahrenstechnik an einer Univer-sität.
Mehr im Internet: www.ftmv.de
Kontakt:
Pressestelle der Universität Bayreuth
Frank Schmälzle
Telefon 0921/555323
E-Mail pressestelle@uni-bayreuth.de
Tribologische Eigenschaften von Polymeren:
Ceramer, ein hoch effektiver organischer Füllstoff
Ceramer® (Polyphenylensulfon, PPSO2) ist unschmelzbar und einer der hoch temperaturbeständigsten Kunststoffe. Ceramer ist chemisch stabil und unlöslich, auch bei hohen Temperaturen, in Säuren, Laugen oder Lösemitteln. Ceramer ist von der FDA für den wiederholten Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen.
Ceramer wird als Füllstoff in Hochleistungskunststoffen eingesetzt. Auf Grund der chemischen und thermischen Stabilität ist Ceramer der ideale Füllstoff für PTFE (z.B. Teflon®) und andere Fluorkunststoffe um Abrieb, Verschleiß und kalten Fluß drastisch zu verbessern und damit das Anwendungsspektrum zu erweitern.
Die folgende Abbildung verdeutlicht am Beispiel PTFE wie selbst geringe Zusätze an Ceramer die tribologischen Daten drastisch verbessern und den Einsatztemperaturbereich vergrößern.

Ein anschauliches Beispiel ist die Verbesserung bei Kabelummantelungen für Bowdenzüge ohne Schmiermittel, die vor allem in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Während bei Raumtemperatur unter den Testbedingungen ein Muster nach weniger als 30.000 Zyklen durchgerieben ist, bewirkt der Zusatz von nur 3% Ceramer nach einer Million Zyklen lediglich 2,3 Gew.% Abrieb. Bei Zusatz von 7% Ceramer verringert sich der Abrieb nach einer Million Zyklen auf 0,9 Gew.%. Bei Erhöhung der Temperatur auf 150°C oder 180°C beträgt der Gewichtsverlust dann nur 1,5 bzw. 2,8 Gew.%.
Die Verbesserung der Leistungsfähigkeit von PTFE im Hinblick auf die tribologischen Eigenschaften und der Kriechneigung, sowie die unveränderte Chemikalienbeständigkeit, wirken sich u.a. positiv bei Anwendungen im Fahrzeugbau und im chemischen Apparatebau aus, zum Beispiel für Dichtungen, Lager und Pumpengehäuse. Auch in vielen anderen Branchen, zum Beispiel in der Umwelttechnik und der Lebensmittelproduktion, werden Lager, Dichtungen und Maschinenteile aus PTFE-Ceramer-Compounds vorteilhaft eingesetzt. Dies gilt insbesondere, wenn es um abriebbeständige Teile bei hohen Temperaturen und chemische Beständigkeit geht.
Zusätzlich verbessert Ceramer die Haftung von Metallen auf PTFE, erlaubt einfacherer Beschriftung und läßt die hervorragenden elektrischen Eigenschaften von PTFE nahezu unverändert.
Sie können diesen Artikel als pdf (1 Seite, 84kB) speichern oder drucken oder weitere Informationen unter http://www.ceramer.com abrufen. Oder nehmen Sie persönlichen Kontakt mit uns aufnehmen.

Ceramer GmbH
Dr. Christian Erdelen
Gottlieb-Keim-Str. 60
95448 Bayreuth
Telefon: +49 (0)921 507 36 - 460
Telefax: +49 (0)921 507 36 - 459
Internet: http://www.ceramer.com/
Robot Vision: Mehr Effizienz und Zuverlässigkeit durch die Kombination von Robotik und Bildverarbeitung
Kunststoff ist der Werkstoff des 21. Jahrhunderts:
MyPlastics wirbt für Ausbildungsplätze mit Top-Chancen
Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob Handyschale oder Implantat, Snowboard oder Dialysegerät, Vuvuzela oder WM-Fussball, die Vielfalt von Kunststoffen ist nahezu unbegrenzt. Die Bedeutung dieses Industriezweigs ist offensichtlich: Fast 13 Millionen Tonnen Kunststoffe werden jährlich von knapp 300.000 Beschäftigten in mehr als 2800 vorwiegend mittelständischen Betrieben verarbeitet.
Die wichtigsten Berufsbilder der Kunststoffbranche, wie der Verfahrens- oder Werkzeugmechaniker oder der Technischer Produktdesigner, klingen zunächst einmal irgendwie langweilig, im Gegensatz zum derzeitigen Modeberuf Mechatroniker etwa.
Und die Vorurteile gegenüber dieser Berufe sind häufig noch groß: Typischer Blaumann-Beruf, langweilige Arbeiten, Muskelkraft ist gefragt, man steht sein ganzes Leben nur an derselben Maschine usw.
Dabei bietet eine Ausbildung in der Kunststoffindustrie ausgezeichnete Perspektiven, angefangen von der abwechslungsreichen Tätigkeit in Unternehmen, über hohe Übernahmechancen bis hin zu zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten.
Genau diese Berufe bekannt zu machen und Vorurteile zu lösen, hat sich das Jobstarter-Projekt „MyPlastics – Deine Zukunft mit Kunststoff“ auf die Fahne geschrieben. Die Ausbildungsinitiative, gegründet durch das Kunststoff-Netzwerk Franken und das BF/M-Bayreuth, verfolgt das Ziel, Schüler/-innen für die spannenden Ausbildungsberufe der kunststoffverarbeitenden Industrie in Franken zu interessieren und gleichzeitig Betriebe dieser Branche nachhaltig bei der Besetzung der angebotenen Ausbildungsstellen zu unterstützen. MyPlastics arbeitet mit Unternehmen der gesamten Prozesskette zusammen: angefangen bei Granulatherstellern und Konstruktionsbüros über Formenbauer bis hin zu den Kunststoffverarbeitern.
Ansprechende Printmaterialien wie eine 38seitige Broschüre, die mit einem eigens angefertigten Kunststoff-Clip zusammengehalten wird, vielfältige Flyer, Plakate, Banner und ein Messestand sind hierbei entstanden und unterstützen das MyPlastics-Team bei der täglichen Arbeit. Multimedial tritt MyPlastics unter www.myplastics.de auf und bietet vielfältige weitere Dienstleistungen. Auf der Ausbildungslandkarte können Schüler interaktiv die Informationen über einen der 66 Kooperationsunternehmen in Ihrer Nähe mit deren Kontaktdaten abrufen und Fotos und Filme ansehen.
Um ihren zukünftigen Bedarf an Nachwuchskräften in der Kunststofftechnik zu decken, bieten für 2011 zehn Unternehmen im Raum Nordbayern den neuen Dualstudiengang der Hochschule Hof an: Die Absolventen des dualen Studiums Systemwerkstoffe haben nach 4 ½ Jahren sowohl ihren Facharbeiterbrief als Verfahrensmechaniker als auch den Bachelor of Engineering (B. Eng) in der Tasche. MyPlastics organisiert hierfür regelmäßige Treffen einer Marketinggruppe, bestehend aus Vertretern der Unternehmen, der Hochschule Hof, der Berufsschule in Rehau, der Abi-Berater der Agentur für Arbeit Hof und der IHK für Oberfranken, um gemeinsam Lösungen für die Vermarktung des dualen Studiengangs zu erarbeiten.
Weitere Informationen zur Ausbildungsinitiative sowie zu den Zukunftschancen im Kunststoffbereich findet man auf der Homepage des Jobstarter-Projekts „MyPlastics – Deine Zukunft mit Kunststoff“ unter www.myplastics.de.
Aus dem Gründerzentrum: Vom Ingenieur zum Unternehmer
Ihr Zukunftskonzept zur Unternehmensgründung
Sie besitzen die Fähigkeit und Möglichkeit sowie die Bereitschaft, neue Ideen und deren Erprobung bzw. Umsetzung in eine Unternehmens¬gründung einmünden zu lassen. Das bedeutet, unge¬wöhnliche unternehmerische Wege zu gehen.
Eine Unternehmensgründung stellt Sie vor vielfältige Aufgaben und Fragestellungen. Die richtige Strategie und die richtigen Kontakte sind für den Erfolg Ihrer Gründung entscheidend. Holen Sie sich zur Ausarbeitung ihrer Strategie Informationen ein.
Bei der Technologietransfer-Stelle der Universität Bayreuth, der Neue Mate¬rialien Bayreuth GmbH und der Fördervereinigung Neue Materialien finden Sie kompetente Ansprechpartner.
Informieren Sie sich über
- Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Unternehmen
- eine Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Naturwissenschaftlern
- Start-Up in den Räumen des Gründerzentrums
- die Vorteile beim Zugriff auf vorhandene Infrastrukturen
Beratungstag in der Gründerwoche: Montag, den 15.11.2010
Neue Materialien Bayreuth · Gottlieb-Keim Str. 60 · 95448 Bayreuth
Hier stehen wir Ihnen ab 17:00 Uhr zur Verfügung.
Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Klaus Krauß (Fördervereinigung Neue Materialien)
Tel. 0921-50 736 417
info@foedervereinigung-nmb.de
Dr. Andreas Kokott (Gründungsberatung, Universität Bayreuth)
Tel. 0921-55-7608
gruenderberatung@uni-bayreuth.de

Erfolg durch die richtigen Impulse
Erste Networking-Veranstaltung der NMB, Fördervereinigung Neue Materialien und Opus Marketing GmbH setzt Zeichen
Bis auf den letzten Platz war am 30. September 2010 der Konferenzraum bei LaserConcept gefüllt, als sich Entscheider und Experten aus der Region zu einem „impulsiven“ Nachmittag bei dem Lichtenfelser Unternehmen trafen. Vier Vorträge, ein Get Together und eine Betriebsführung später war klar: „Impulse geben“ ist für Oberfranken sehr wichtig und sollte unbedingt in weitere Runden gehen.
„Tolle Veranstaltung!“ – Mit diesen Worten kommentierten durchweg alle Teilnehmer den Start in eine neue Veranstaltungsreihe der NMB GmbH und der Bayreuther Agentur Opus Marketing GmbH. Das Ziel ist zwar durchaus ambitioniert – den Innovationsaustausch beim oberfränkischen Mittelstand zu fördern –, allerdings zeigen die Reaktionen der Teilnehmer, dass es für die Veranstalter ein Leichtes ist und wird, dieses zu erreichen.
Bunter Strauß an Vorträgen
Vier Referenten wurden für die Auftaktveranstaltung ausgewählt, die sowohl technologische als auch Marketing-Impulse gaben. Der erste Vortrag des Tages hatte die Herstellung von Großbauteilen aus Metallblechen unter Einsatz generativer Verfahren zum Thema. Dr. Ing. Yegor Rudnik von der Neue Materialien Bayreuth GmbH ließ sein Publikum in die Welt der Innovationen auf diesem Gebiet eintauchen. Die zahlreichen Fragen im Anschluss an den Vortrag machten deutlich, dass das Interesse an einem Technologietransfer in diesem Bereich durchaus gegeben ist.
Im Anschluss stellte Dipl.-Ing. Frank Herzog das hoch innovative, patentierte Schmelzverfahren LaserCUSING vor, bei dem kleine und mittelgroße Bauteile schichtweise aus metallischem Pulver lokal aufgeschmolzen werden. Mit einer kurzweiligen Vorstellung der verschiedenen Einsatzbereiche des Verfahrens – Formenbau, Automotive, Luft- und Raumfahrt, Schmuck und Medizin – regte der Geschäftsführer von LaserConcept die Fantasie seiner Zuhörer an, die beim späteren Get Together ihre Ideen zu neuen Produkten austauschten, die mit LaserCUSING hergestellt werden könnten.
Nach einer kurzen Pause war die Opus Marketing GmbH mit zwei Vorträgen an der Reihe. Während Fritz Nützel, Geschäftsführer der Bayreuther Agentur, das Publikum mit einem Vortrag über die Bedeutung der Kommunikation im Mittelstand in seinen Bann zog, zeigte Senior Projektleiter Philip Scherer am „praktischen“ Beispiel die Arbeit von Opus: Mit einem kurzen Abriss über den Relaunch der Marken- und Marketingstrategie der Hofmann Innovation Group (Mutter der Gastgeberin LaserConcept) gab er den Zuhörern zahlreiche Impulse.
„Weiter so!“
Beim anschließenden Get Together hatten die Teilnehmer die Möglichkeit zum Networking, die auch rege genutzt wurde. Außerdem wurden Betriebsführungen bei der Hofmann Innovation Group angeboten – von den Chefs persönlich durchgeführt. Auf www.impulse-geben.com finden Feedbacks der Teilnehmer der Veranstaltung. Der Grundtenor ist dabei immer der gleiche: Bitte mehr davon! Im Februar gehen NMB und Opus dieser Bitte nach: Unter dem Motto „Innovationen: Werttreiber für den Mittelstand“die nächste Veranstaltung für Entscheider und Experten aus der Region statt.







