10. Technology & Management International Business Plan Competition

Kreativität, Unternehmergeist, innovatives Denken und interdisziplinäres Arbeiten standen im Mittelpunkt der 10. Technology & Management International Business Plan Competition, die Anfang des Jahres von der USP – Universidade de São Paulo am Standort São Carlos im Bundesstaat São Paulo in Brasilien ausgetragen wurde.
Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs lautete „Business opportunities made possible by drone technology“. Zu den Teilnehmern zählten je 12 Studierende aus Brasilien (Universidade de São Paulo), China (Hong Kong University of Science and Technology), den USA (University of Illinois at Urbana-Champaign) und Deutschland (Universität Bayreuth).

 
Die 12 Studierenden der Universität Bayreuth aus den Fachrichtungen Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsingenieurwesen sowie Materialwissenschaft und Werkstofftechnik wurden gemeinsam mit den Studierenden der anderen Universitäten in internationale Teams mit je 8 Mitgliedern aufgeteilt. Ihre Aufgabe bestand jeweils darin, innerhalb von einer Woche einen Businessplan zu einer innovativen Idee zum praktischen Einsatz von Drohnen auszuarbeiten. In den 8 Teams mit Mitgliedern aus vier Nationen wurden zunächst die verschiedensten Ideen intensiv diskutiert, bewertet und im Anschluss entweder verworfen oder weiterverfolgt. Insbesondere die kulturellen und sprachlichen Unterschiede stellten eine große Herausforderung für die Teammitglieder dar und sorgten für ein sehr anspruchsvolles, aber auch interessantes Arbeitsumfeld. Täglich präsentierten die Teams ihre Fortschritte vor unterschiedlichen Mentoren, die Feedback gaben hinsichtlich einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Businesspläne. Besonders spannend für die Studierenden war der Besuch eines Unternehmens welches kommerzielle Drohnen für unterschiedliche Nutzlasten herstellt und real einsetzt. Vorort konnten die Teams praxisnah eigene Geschäftsideen entwickeln und sich über den aktuellen Stand der Technologie und des Absatzmarktes von Drohnen informieren. Zusätzlich zu den Mentoren und den Unternehmensbesuchen hatten die Teams die Möglichkeit, sich an externe Spezialisten zu wenden, die sich bereit erklärt hatten, den Studierenden während des Wettbewerbs durch Audio- oder Videokonferenz Frage und Antwort zu stehen. Am letzten Wettbewerbstag stellten die Teams ihre Ideen einer neunköpfigen Jury bestehend aus Vertretern und Experten der Industrie und Wissenschaft vor. Diese prüften und bewerteten jede einzelne Geschäftsidee aus Sicht eines potentiellen Investors.

 
Gewinner des Wettbewerbs wurde das Team „Game of Drones“, bestehend aus den Studierenden João Gabriel Monteiro (São Paulo), Wami Dosunmu-Ogunbi und Dan Donofrio (Urbana–Champaign), Kateyln Wu und Randall Lee (Hong Kong) und Felix Renz (Bayreuth). Ihre Geschäftsidee ist die Entwicklung eines Game-Parks, in dem Piloten ihre Drohnen entweder in Rennen gegeneinander antreten lassen oder die Piloten ihre Drohne geschickt durch komplizierte Parcours steuern müssen. Der Game-Park soll zum einen neue Maßstäbe im Bereich der Unterhaltungsindustrie setzen und zum anderen Interessenten die Möglichkeit bieten, erste Erfahrungen mit Drohnen in einer sicheren Umgebung und mit vorheriger Einweisung zu sammeln, ohne sich selbst eine teure Drohne kaufen zu müssen. Den zweiten Platz belegte das Team „SafeDrone“, in dem die Bayreuther Studentin Hannah Taubenreuther mitwirkte. Das Team entwickelte die Idee, Verkehrskontrollen durch Drohnen noch sicherer zu gestalten. Den dritten Platz gewann das Team „SciFly“, in dem der Bayreuther Student Sebastian Geibig mitwirkte. Das Team hatte sich zum Ziel gesetzt, Bildung durch den Einsatz von Drohnen interessanter zu gestalten.

 

 

Seitens der Universität Bayreuth wurde der Wettbewerb durch Prof. Volker Altstädt (Lehrstuhl für Polymere Werkstoffe) sowie Prof. Stefan Seifert und Dr. Sascha Schweitzer (Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement) koordiniert. Auch dieses Jahr konnten wieder die Firmen Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Coburg, die Fördervereinigung Neue Materialien, Bayreuth und die Rainer Markgraf Stiftung, Bayreuth als Sponsoren zur wertvollen finanziellen Unterstützung des Projektes gefunden werden.
Zwar sahen sich die Studenten während des einwöchigen Wettbewerbs mit kurzen Nächten und hitzigen Gruppendiskussionen konfrontiert, doch gleichzeitig konnten auf diesem Wege nicht nur fachliche Kenntnisse, sondern insbesondere wertvolle interkulturelle Kompetenzen erworben werden. Aus diesem Grund wird die Universität Bayreuth beim nächsten Wettbewerb in Hong Kong Anfang 2017 zum vierten Mal vertreten sein, um den Studierenden erneut die Möglichkeit zu geben, sich im internationalen Umfeld zu beweisen.